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Bericht, Morchelexkursion

03. April

Pilz des Monats

 

 

 

 

 

 Pilz des Monats Mai 2016  

    Buchenwald-Becherling (Peziza  arvernensis) und

Riesenbecherling (Peziza varia)   

 

Auf unserer Morchel-Exkursion fand Anita einen grossen Becherling. Am ersten Bestimmungsabend hatten wir dann eine ganze Serie dieser Art auf dem Tisch.

Die Frage kam auf, ob es sich um Morchel-Becherlinge handeln könnte. Die Antwort ist nein, denn Morchel-Becherlinge riechen intensiv nach Chlor und sind von starken Adern durchzogen.

Was war es dann?

Konzentrierte Bestimmungsarbeit lieferte zwei mögliche Arten: der Buchenwald-Becherling und der Riesenbecherling (Peziza varia).

Der Buchenwald-Becherling hat einen 50 - 150 mm breiten Fruchtkörper, ist bis 50 mm hoch, sitzt stiellos dem Boden auf,  jung ist er blasenförmig, später schüsselförmig, die Innenseite ist glatt, mit zur Mitte hin groben Falten.

Die Farbe ist innen matt haselnussbraun bis hell kastanienbraun.

Die Aussenseite ist heller, bei Trockenheit cremefarben bis weisslich, fein samtig-kleiig, zur Basis hin faltig zusammen gezogen.

Das Fleisch ist dünn, brüchig und blassbraun.

 

Buchenwald-Becherling (Peziza arvernensis)
Bild: pilzmaus.de

 

 

Diese Beschreibung trifft weitgehend auch auf den Riesenbecherling zu.

Drei Merkmale unterscheiden ihn aber recht gut.

Der Riesenbecherling wird trotz seinem Namen nicht so gross wie der Buchenwald-Becherling, er ist nicht ganz so brüchig und weist im Querschnitt durch den Fruchtkörper fünf Schichten auf.

Diese Schichtung ist  mit einer guten Lupe sichtbar.

 

Riesenbecherling (Peziza varia)
Bild: pilzfotopage.de
  

 

Funde der beiden Becherlinge weisen oft eine grosse Formenvielfalt und eine verwirrende Ähnlichkeit auf, wodurch sie  makroskopisch sehr schwer auseinander zu halten sind.

Eine Schnitt durch das Fruchtfleisch und der Einsatz der Lupe löst das Problem.  

Die beiden Becherlinge sind keine Speisepilze..    

 

Jürg Zahn